"Die Kosten müssen auf den Tisch": Rückblick auf "Zukunft Heimat - Schlafstadt oder Traumdorf - Quo vadis, Drensteinfurt?" Drucken
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Freitag, den 12. Januar 2018 um 15:56 Uhr

Am Montag, den 26.03.2018, fand die dritte Diskussionsrunde der Veranstaltungsreihe "Zukunft Heimat" in der Alten Post statt. Unter dem Titel "Schlafstadt oder Traumdorf - Quo vadis, Drensteinfurt?" ging es an diesem Abend um das Thema Stadtentwicklung.


Angesichts der Ereignisse der letzten Wochen war die Agenda für einen anregenden Diskussionsabend vorgegeben. Dabei war die Qualität des Schienenverkehrs für die Pendlerhauptstadt an der Werse ebenso Thema wie die aktuelle Entwicklung um den Rathausneubau. Schon bei der Vorstellungsrunde wurde deutlich, dass die aktuelle Situation im Ort wenig Begeisterung hervorruft. Insbesondere das unzureichende Gastronomie-Angebot wurde bemängelt. Wo der Grüne Ratsherr Bernhard Meyer als Stewwerter Urgewächs noch von einer reichhaltigen Kneipenlandschaft erzählen konnte, schilderten die zugezogenen TeilnehmerInnen in der Runde eine 'Schlafstadt-Situation' in den Neubaugebieten.

"Dort wo gearbeitet wird, wird auch eingekauft und ausgegangen", ließ sich als Zwischenergebnis notieren. "Das Online-Angebot der Stadt Drensteinfurt hilft nicht dabei, Freizeitangebote und Ladenöffnungszeiten einfach zu finden", so ein weiterer Kritikpunkt. Die seit Jahren versprochene Modernisierung der städtischen Website sei nicht umgesetzt und ein einheitlicher Web-Auftritt von Drensteinfurt wäre nicht in Sicht. Hier habe die Kommune noch Potential, das nicht ausgeschöpft sei, so der Tenor der Diskussionsrunde.

Als dann das Thema zum Rathausneubau und zur Suche eines Nutzungskonzeptes für die Alte Post wechselte, musste das Grüne Stadtratsmitglied Raphaela Blümer zunächst die Ausgangssituation klarstellen. "Es gibt einen Ratsbeschluss, der den Umbau des Rathauses am Landsbergplatz und die Suche nach einen Nutzungskonzept für die Alte Post festlegt", klärte die Ratsfrau die teilweise überraschten TeilnehmerInnen auf. Auf Basis dieser demokratischen Entscheidung müsse nun weiter geplant werden.

In der anschließenden Diskussion wurden zwei Punkte immer wieder eingefordert: Zum einen müssen die Kosten insbesondere für die notwendigen Baumaßnahmen an der Alten Post zügig auf den Tisch. Zum anderen sollten die BürgerInnen an der Suche nach einem Nutzungskonzept für die Mitte der Kommune beteiligt werden. Diese Beteiligung sollte gut vorbereitet werden und hätte den zusätzlichen Nutzen, dass die Bürgerinnen und Bürger sich mit dem Ergebnis besser identifizieren könnten.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 27. März 2018 um 17:23 Uhr